Kurios – aufgrund der Hallensperrung an der Wolfskuhle gastieren die Jungs von der Ruhrhalbinsel am Sonntag, 07.11.19, um 17:00 Uhr in der heimischen Klapperhalle. Dementsprechende Unterstützung von der Tribüne erhofft man sich seitens der Überruhrer.Das Selbstvertrauen für das erste Stadtderby seit 4 Jahren für die SGÜ holte man sich am Dienstagabend, mit 30:26 (12:11) konnte man den klassenhöheren Oberligisten HSG Hiesfeld/Aldenrade im HVN-Pokal ausschalten. Im Halbfinale wartet nun der TV Angermund – ebenfalls Oberligist.


„Wir haben insgesamt auf hohem Niveau gespielt. Zwischen der 20. und 40. Minute haben wir noch etwas zu viele Chancen liegen gelasssen“, hat SGÜ-Trainer Sebastian Vogel noch einen Schönheitsfehler entdeckt. „Die Garanten für den Sieg waren Philipp Pöter und Lars Kürten, die insgesamt 17 der 30 Treffer erzielten. Dazu zähle ich auch noch den A-Jugendlichen Lorenz Gottemeier“, sprach Vogel ein Sonderlob aus. Gottemeier vertrat den verhinderten Jakob Skolik im Essener Kasten und war mit etlichen Paraden im zweiten Durchgang mitverantwortlich für den am Ende deutlichen Erfolg. Ein ums andere Mal gelang es ihm Tempogegenstöße und freie Würfe zu entschärfen – selbst als die Essener eine doppelte Unterzahlsituation zu bewältigen hatten, stand der Youngster als zuverlässiger Rückhalt im Kasten und gab durch seine Paraden dem Angriffsspiel das nötige Selbstvertrauen.


Nun gilt es für die SGÜ den Fokus auf das wichtige Stadtderby gegen die MTG Horst zu richten. Die Überruhrer, eine von drei Mannschaften mit 8:4 Punkten, wollen sich im oberen Drittel festsetzen, während die MTG Horst alles daran setzen wird, den aus ihrer Sicht verkorksten Saisonstart (4:8 Punkte, Platz 9) mit einem Derbysieg vergessen zu machen.Trainer Sebastian Vogel zollt dem Gegner trotz der Ausgangssituation großen Respekt: „Die MTG Horst hat ein sehr druckvolles, physisches Spiel. In ihren Aktionen sind sie kompromisslos.“ Dennoch kann er sich im Vorfeld des Derbys einen kleinen Kommentar nicht verkneifen. „Man munkelt, dass die Halle der MTG Horst ein Hexenkessel sein soll und die SGÜ-Anhänger die Mannschaft bei dem anstehenden Auswärtsspiel zahlreich begleiten werden“, so Vogel mit einem Augenzwinkern.


Die SGÜ freut sich auf das erste von drei Essener Derbys in der laufenden Saison und hofft, dass trotz der ungewohnten Anwurfzeit viele SGÜ-Anhänger den Weg in die Klapperhalle finden werden.

Bilder: Michael Gohl